Feminismus von links?!

Womens marches, Frauenstreiks, #metoo, internationale 8. März-Aktionen, die Bewegung ‚Ni una menos’ gegen Frauenmorde und viele mehr. Feministische Proteste sind weltweit die einzige Bewegung, die einen sichtbaren Gegenpol zu Rechtsradikalismus und Neoliberalismus bildet. Sozial heterogen, plural und thematisch vielfältig hat der Feminismus das Potential, „das Ganze“ des Herrschaftsknotens anzugehen. Um aber echte Alternativen zu rechten Angebot formulieren zu könen, müssen die Krisenerfahrungen und Sorgen der Vielen aufgenommen werden. Es gilt Politiken zu entwickeln, die die Lösung drängender Problemen nicht auf Kosten der Schwächsten versprechen, und nicht durch ein vermeintliches Zurück zu ‚natürlichen’ Lebensmodellen, wie es die Rechte in rassistischer und anti-feministischer Hetze tut. Wo liegen gemeinsame Anliegen? Dazu müssen auch die feministischen Praxen der letzten Jahrzehnte auf den Prüfstand. Sie haben sich von den Lebensrealitäten vieler Menschen entfernt, sind teils zu Elitenprojekten geworden. Feminismus wird selten auch als eine Frage sozialer Gerechtigkeit gestellt. Umgekehrt gehören Feminismus und migrantische Perspektiven ins Zentrum eines linken Projekts, sie können nicht länger als 'Gedöns' verhandelt werden. Wie ein solcher inklusiver Feminismus aussehen kann, wer seine Akteur*innen sein könnten und wie dieses Denken und Handeln wieder gesellschaftlich wirkmächtig wird, wollen wir mit euch in diesem Crahkurs diskutieren.

Mit: Barbara Fried (Rosa-Luxemburg-Stiftung)

Termin

13. September 2018
16:30 17:30 Uhr

Redner*innen

Veranstaltungsort

Raum 2
Franz-Mehring-Platz 1
10243 Berlin

Themen

Veranstalter

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